Laughter yoga international
LACHYOGA INTERNATIONAL
Globale Bewegung für Gesundheit,
Lebensfreude und Weltfrieden
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5 einzigartige Merkmale von Lachyoga


1. Wir brauchen keinen Sinn für Humor, um zu lachen

Was ist der Zusammenhang zwischen einem Sinn für Humor und Lachen? Ist es möglich, grundlos zu lachen? Die meisten Menschen denken, dass man einen guten Sinn für Humor braucht, um zu lachen. „Sinn für Humor“ steht für die Fähigkeit des Gehirns, eine Situation wahrzunehmen und zu urteilen, ob sie lustig ist oder nicht. Mit anderen Worten: Humor ist die Voraussetzung für Lachen aufgrund bestimmter Bedingungen. Niemand ist bereits mit einem Sinn für Humor geboren. Wir erwerben die Fähigkeit zu werten während unserer Kindheit. Der Sinn für Humor ist ein sehr mentales und intellektuelles Phänomen. Kinder müssen beispielsweise die Fähigkeit erst lernen, Witze zu erzählen. Oft fangen sie schon vor der Pointe an zu lachen. Kinder lachen nicht, weil sie einen Sinn für Humor haben, sondern weil es in ihrer Natur liegt, Freude und Glück zu erleben.

Humor als Fähigkeit zu urteilen entwickeln wir gemeinsam mit anderen kognitiven Fähigkeiten in der mittleren und späten Kindheit. Gleichzeitig werden wir darauf programmiert, nicht mehr bedingungslos, aus der angeborenen Freude heraus, sondern aufgrund bestimmter Bedingungen zu lachen. Das Lachen hängt dann ab von den intellektuellen Fähigkeiten, dem Gemütszustand und der persönlichen Zufriedenheit. Lachen kann aber auch bedingungslos geschehen. Um als Erwachsene die Fähigkeit neu zu entwickeln, wie Kinder, aus der angeborenen Freude heraus, bedingungslos lachen zu können, müssen Hemmungen und anerzogene, mentale Blockaden wieder ablegen, die wir uns selbst, unsere Familie oder die Gesellschaft auferlegt haben. Jenseits dieser Hemmungen und Blockaden schlummert in uns eine unendliche Fähigkeit zu lachen.

Wenn wir einem gehemmten Menschen helfen, seine Fähigkeit zu lachen zu entwickeln, ist das so wie einen verstopften Abfluss zu reinigen. Sobald der Abfluss frei ist, wird das Lachen wieder natürlich fließen. Auch psychische Hemmungen und Schüchternheit verhalten sich wie Schutt, der unseren Sinn für Humor blockiert. Lachyoga erleichtert diesen „Reinigungsprozess”. Sobald wir frei von diesen über Jahre hinweg aufgebauten hemmenden mentalen Programmen sind, wird das natürliche, glückliche Lachen in uns frei und beginnt zu fließen.

Lachyoga funktioniert sogar bei Menschen, die ihr Lachen verloren haben oder überhaupt keinen Sinn für Humor haben. Wie oft hören wir: „Ich bin niedergeschlagen, ich kann nicht lachen“, oder „Mir ist nicht nach Lachen zumute.“ Darauf antworten wir: „Das macht gar nichts. Bring uns einfach deinen lernwilligen Körper, und wir werden dich zum Lachen bringen.“ Wenn das Lachen einmal befreit ist, ist es kaum mehr zu stoppen. Sogar in einem Land wie Indien, wo die Menschen in der Öffentlichkeit kaum lachen oder lächeln, treffen sich hunderttausende Menschen täglich in Parks zum Lachen. Menschen, die vorher nie lächelten, lachen nun auf spielerische Art und Weise. Sie lachen jetzt über Kleinigkeiten, erzählen einander Witze und albern herum, was sie bisher noch nie getan hatten. Die Verspieltheit hat dazu beigetragen, ihren Sinn für Humor zu entwickeln und mehr Lachen in ihr Leben zu bringen.

In Wahrheit unterliegen Lachen und Humor der Beziehung von Ursache und Wirkung. Sie sind im Einklang und können nicht getrennt werden. Eines führt zum Anderen. Manchmal ist Humor, der eher psychisch und kognitiv ist, die Ursache, was dann in Lachen mündet, als eher physikalisches Phänomen. In Lachclubs ist das Lachen die Ursache und der Effekt ist der Humor. Ich erkannte, dass die meisten Menschen sich nicht mit dem Sinn für Humor identifizieren. Sie finden es einfacher, physisch in einer Gruppe zu lachen. Dies hat zur wachsenden Popularität von Lachclubs geführt. Also, auch wenn du keinen Sinn für Humor hast, keine Sorge. Trete einfach einem Lachclub bei und du wirst bald einen solchen entwickeln.

Der Unterschied zwischen Lachclubs und humorbasierten Aktivitäten Was ist der Unterschied zwischen Lachen und Humor? Lasse mich dazu folgendes erklären: Obwohl wir lachen, ohne Humor einzusetzen, helfen wir den Menschen ihren Sinn für Humor durch Lachen zu entwickeln. Was also ist Humor? Humor ist subtiler. Er ist das Bewusstsein und die Fähigkeit einer Person, etwas Lustiges zu sehen, oder etwas auf lustige Art auszudrücken, während Lachen eine von vielen Ausdrucksformen des Humors ist.

Humor ist der Anlass, Lachen ist das Ergebnis, welches physiologische und biochemische Veränderungen im Körper bewirkt. In Lachclubs setzen wir jedoch keinen mentalen oder kognitiven Humor als Auslöser ein. Wir nutzen den physischen Akt des Lachens, was den Menschen hilft, ihre Hemmungen und Schüchternheit zu überwinden, offener zu werden und die lustige Seite des Lebens zu sehen. Anders ausgedrückt: Lachen hilft unseren Lachclub-Mitgliedern einen Sinn für Humor zu entwickeln.

Im Lachclub lachen wir während einer Gruppenübung über absolut nichts. Dies bedeutet nicht, dass es keinen Grund zu Lachen gäbe. Doch allein schon die Vorstellung, in einer Gruppe über absolut nichts zu lachen ist so absurd, dass es uns zum Lachen bringt. Die ansteckende Eigenschaft des Lachens nutzen wir zudem als Auslöser für das simulierte Lachen.

Wir setzen Humor nicht ein, um Lachen zu simulieren, denn Humor ist ein mentales und intelligentes Phänomen. Tatsächlich glauben viele Menschen, sie hätten keinen Sinn für Humor und lachen deshalb so wenig. Hier helfen die Lachclubs. Sie bringen mehr Lachen in das Leben der Menschen und kümmern sich nicht um ihren Sinn für Humor. Lachen hilft, ihre Wahrnehmung zu öffnen und schafft einen Sinn für Humor. In Lachclubs ist das Lachen die Ursache, die den Humor hervorruft, als würde man die Karre vor das Pferd spannen, damit es funktioniert.

2. Du kannst auch lachen, wenn du nicht gut gelaunt bist

Wie können wir lachen wenn wir nicht in Lachlaune sind oder keinen Grund zum Lachen haben? Die Antwort liegt in der folgenden Theorie: Bewegung erzeugt Emotionen (engl.: Motion creates emotions). Zwischen Körper und Geist besteht eine innewohnende Verbindung: Was sich in unseren Gedanken abspielt, spiegelt sich im Körper wider. Beobachten wir z.B. traurige oder depressive Menschen, sehen wir, dass sich ihre Trauer im körperlichen Verhalten zeigt. Sie sprechen verlangsamt, und ihre Körperbewegungen sind lustlos und schwerfällig.

Umgekehrt spiegelt sich das, was sich im Körper abspielt, auch in unseren Gedanken. Ich erinnere mich daran, wie mein Vater stets sagte: Wenn du traurig bist, dann sitze nicht untätig herum. Tue etwas körperliches, gehe spazieren oder joggen und du wirst dich besser fühlen. Und er hatte Recht: Ich fühlte mich jedes Mal besser, wenn ich mich bewegte. Gemäss der Theorie „Bewegung erzeugt Emotionen“, wird eine wechselseitige Verbindung zwischen Körper und Geist erzeugt. Eine Veränderung der Gedanken hat eine Veränderung des Körperverhaltens zur Folge. Umgekehrt verändert sich die psychische Verfassung, wenn wir das Körperverhalten verändern. Lachyoga nutzt diese wechselseitige Verbindung, und wir erlangen die Fähigkeit, Körper und Geist auf harmonische Weise zu synchronisieren.

Die wechselseitige Verbindung zwischen Körper und Geist Der Psychologe William James fand 1884 heraus, dass unsere geistige Verfassung, egal ob von positiven oder negativen Gedanken geprägt, sich im Körper und im körperlichen Verhalten widerspiegelt. Jede Emotion hängt mit einer körperlichen Verhaltensreaktion zusammen. Er entdeckte weiter, dass durch das körperliche Darstellen von Emotionen entsprechende mentale Veränderungen hervorgerufen werden. Es besteht eine wechselseitige Verbindung, die sowohl von Geist auf Körper als auch von Körper auf Geist wirkt.

Einige Beispiele dafür:

Das Vorstellen sexueller Handlungen führt zu körperlicher Erregung. Umgekehrt bewirkt die Stimulation erogener Zonen sexuelle Fantasien. Wenn wir uns so verhalten, als wären wir traurig und niedergeschlagen – z.B. durch eine entsprechend geknickte Körperhaltung und indem wir Fragen mit gedrückter Stimme beantworten, können wir bald ein Gefühl echter Traurigkeit verspüren.

Schauspieler berichten, dass das Darstellen starker Emotionen Rückwirkungen auf ihr eigenes Leben hat. Viele Film- und Theaterschauspieler haben Dr. Kataria mitgeteilt, dass sie während des Spielens tragischer Rollen echte Traurigkeit empfinden.

Der Arzt Dr. Dale Anderson (Minnesota, USA) berichtet von einer amerikanischen Schauspielerin, die lange Zeit eine tragische Rolle spielte und dann Depressionen mit den klassischen körperlichen Symptomen bekam. Nach eingehenden Untersuchungen erklärten die Ärzte sie für körperlich gesund, Psychologen rieten ihr aber, statt tragischer Rollen komische zu spielen. Nachdem die Schauspielerin diesem Rat gefolgt war, verschwanden ihre Depressionen wieder ganz. Dasselbe Phänomen kann auch bei Sportlern beobachtet werden, die an Wettbewerben teilnehmen. Sie können ihre Ängste durch körperliche Gesten und Rufe, die positive Emotionen, Mut und Sieg symbolisieren, überwinden. Soldaten verwenden ähnliche Techniken, wenn sie sich auf einen Angriff vorbereiten. Lautes Rufen steht für Mut, dieser körperliche Ausdruck beeinflusst wiederum ihre emotionale Verfassung.

Lachyoga – das Kindliche Modell

Weisst du, weshalb Kinder 300 – 400 Mal pro Tag lachen, während Erwachsene nur 10 – 15 Mal lachen? Erwachsene setzen ihre kognitiven Fähigkeiten ein, um den Humor zu verstehen, und lachen dann. Dies wird das Geist-zu-Körper Modell oder Humormodell genannt. Es stützt sich auf die Fähigkeit zu verstehen was lustig und amüsant ist. Wie stark jemand über einen Witz lacht, hängt von der Qualität des Witzes und vom Erzähler ab, aber auch von der Gemütsverfassung des Zuhörers. Dieses Modell hat jedoch seine Grenzen. Es bietet keine Garantie dafür, wie viel eine Person lachen wird. Es ist an Bedingungen gebunden: Es ist abhängig vom Sinn für Humor, der Gemütsverfassung und der Qualität des äusseren Reizes. Als mentale Erfahrung hat sie den Nachteil, dass sie mit jeder physischen oder geistigen Abweichung, welche die intellektuelle und kognitive Funktionalität reduziert, abnimmt.

Das andere Modell ist das Kindliche Modell oder Körper-zu-Geist-Modell. Wenn wir Kinder beobachten, stellen wir fest, dass sie während dem Spielen meistens lachen. Ihr Lachen kommt direkt aus dem Körper und nutzt keinerlei intellektuelle Fähigkeiten. Dies zeigt deutlich, dass die Quelle ihres Lachens innerhalb des Körpers ist. Auch wir können diese jederzeit nutzen, indem wir willkürlich unseren Körper bewegen. Mit diesem Modell muss die Person aktiv beim Lachen und bei humorvollen Aktivitäten mitmachen. Passivität bringt nicht denselben Nutzen. Lachyoga und Lachen ohne Grund tragen dazu bei, diese kindliche Verspieltheit zu kultivieren. Sobald du lernst zu spielen, ist Lachen eine natürliche Folge. Wenn du lernst, das Lachen im Körper zu erzeugen, nimmt der Verstand den Rhythmus auf. Das körperliche Modell des Lachens ist für die meisten Menschen einfach einzuüben. Sie fühlen sich vom Druck entlastet, sich mit dem mentalen Teil von Humor identifizieren zu müssen.

3. Du kannst auch lachen wenn du dich nicht glücklich fühlst

Lachyoga macht einen klaren Unterschied zwischen innerem und äusserem Glück. Das äussere Glück ist eine bedingte Reaktion. Es ist abhängig von der Erfüllung bestimmter Wünsche des Verstandes. Es steht in Verbindung mit Ereignissen in der Vergangenheit und in der Zukunft und befasst sich kaum mit der Gegenwart. Erinnere dich, wie lange hast du dich glücklich gefühlt, nachdem du die Auszeichnung, das Auto, die Arbeitsstelle oder das Haus erhalten haben, auf das du so lange hingearbeitet hast? Leider ist es so, dass wenn die Bedingungen rfüllt sind, sich das Glück oft verflüchtigt und durch neue Bedingungen ersetzt wird. Im Gegensatz dazu ist inneres Glück die bedingungslose Verpflichtung, im Augenblick glücklich zu sein und, trotz der Probleme im Leben, Spaß zu haben. Inneres Glück wird leicht durch freudige Aktivitäten wie Lachen, Tanzen, Singen und Spielen ausgelöst. Esist ein rein physikalisches Phänomen während das äussere Glück ein Konzept des Geistes ist.

Wenn wir fröhlich sind, erfahren wir physiologische und biochemische Veränderungen. Das Erzeugen von guten Gefühlen und Wohlbefinden verändert unseren Blick auf das Leben. Im Lachyoga geht es darum, dass wir lernen, innerlich glücklich zu sein und das äussere Glück auf viel bessere Weise zu lenken. Tu so als ob, bis du es tatsächlich tust (fake it until you make it) Ein altes Sprichwort besagt: „Wenn du unglücklich bist, tue so als wärst du ein glücklicher Mensch und du wirst zu einem.“ Es steht eine grosse Weisheit und eine ganze Wissenschaft hinter dem „Ausleben von Glück.“ Medizinische Studien belegen, dass unser Körper auch dann Glückshormone produziert, wenn wir nur so tun als würden wir lachen oder uns glücklich fühlen. Gemäß den Prinzipien des Neurolinguistischen Programmierens (NLP) gibt es in unserem Gehirn nur einen sehr geringen Unterschied zwischen vorgestellten und tatsächlich durchgeführten Handlungen. Folglich führt alles, was ein Lachen hervorbringt, zu denselben physiologischen Veränderungen im Körper. Viele Schauspieler auf der ganzen Welt haben schon die Auswirkung von vorgetäuschten Emotionen erfahren. Oft fühlten sie sich krank, nachdem sie eine traurige oder deprimierende Rolle gespielt hatten. Dies zeigt deutlich, dass so tun als wäre man traurig, einen krank macht, und so tun als wäre man glücklich, einen gesund macht.

4. Kindliche Verspieltheit pflegen

Beim Lachen geht es weniger um das Lachen als solches, als darum kindlichspielerisches Verhalten zu pflegen. Haben wir einmal gelernt zu spielen, brauchen wir nicht zu lachen. Das Lachen entsteht ganz natürlich aus unserem eigenen verspielten inneren Kind heraus. Wenn du deine Abhängigkeit von Witzen loswerden, aber trotzdem lachen möchtest, werde einfach wie ein Kind. In der Anfangsphase der Lachclubs, als sich diese begannen auszubreiten und die Leute nicht mehr über die Witze lachen konnten, zwangen sie sich zu lachen, doch viele fanden dies zu mechanisch und fingen an sich zu langweilen. Obwohl das Lachen in einer Gruppe einen Anreiz liefert, hilft ein kindliches Verhalten den Erwachsenen, ihre Hemmungen zu überwinden und lockerer zu werden. Das ist der Grund, weshalb wir kindliche Handlungen im Lachclub integrieren, indem wir z.B. mit der Zunge lustige Geräusche erzeugen im Mund, auf unsere aufgeblasene Wangen klopfen, wie ein Kind lachen oder Kauderwelsch sprechen. Wir erinnern die Teilnehmer immer wieder daran, wie wichtig es ist, wie Kinder zu sein. Robert Holden schreibt in seinem Buch „Lachen – Die Beste Medizin“: Jedes Kind kommt mit einer Fülle an kreativem Potenzial zur Welt, um Spaß zu haben, zu lachen, zu spielen, Freude und Liebe zu empfinden. Jede Einschränkung wirkt sich negativ auf das Wachstum und die Entwicklung des Kindes aus. Wer mit seinem inneren Kind wächst, wird Gesundheit, Harmonie und Freude finden. Deshalb sollten wir mit dem inneren Kind wachsen anstatt aus ihm heraus zu wachsen.

Nur sehr wenige Erwachsene können sich ihre kindliche Begeisterung bewahren. Gedichte über den Wunsch nach der Rückkehr in die Kindheit wurden geschrieben, aber das allein reicht nicht. Genausowenig wie man schwimmen lernen kann ohne ins Wasser zu steigen, kann man auch nicht kindlich sein, nur indem man sich wie ein Kind aufführt. Von Zeit zu Zeit versuchen wir als Lachclub-Mitglieder, unserer Kindheit einen Besuch abzustatten und diesen unbekümmerten Geist ins tägliche Leben zu übertragen. Kindliche Aktivitäten können entweder mit den eigenen Kindern, Enkeln oder in Lachclubs mit einer Gruppe von Erwachsenen durchgeführt werden.

5. Wir können unseren Körper und Geist trainieren zu lachen

Wusstest du, dass wir tatsächlich lernen können zu lachen? Nur wenige Menschen wissen, dass wir unseren Körper dazu trainieren können, willentlich zu lachen. Es ist wie beim Fahrradfahren - wenn man es einmal beherrscht, wird man es nie mehr vergessen. Die Theorie des NLP weist deutlich darauf hin, dass die mehrmalige Wiederholung einer bestimmten Situation im Körper zur Entwicklung eines Reflexes führt, der ohne bewusstes Denken hervorgerufen werden kann. In der Psychologie wird das als „Konditionieren“ bezeichnet.

Der russische Wissenschaftler Pavlov ist durch seine Experimente mit einem Hund für klassisches Konditionieren bekannt geworden. Jedes Mal, wenn er dem Hund zu Fressen gab, läutete er mit einer Glocke. Nach mehrtägiger Wiederholung dieses Szenarios hatte das Gehirn des Hundes eine Verbindung zwischen dem Läuten (einer körperlichen, sinnlichen Erfahrung) und dem Fressen entwickelt. Einige Zeit später läutete Pavlov mit der Glocke, ohne dem Hund das Fressen zu geben. Er entdeckte, dass der Hund mehr Speichel und Verdauungssäfte im Magen produzierte, sobald er nur die Glocke hörte. Der Körper des Hundes hatte eine Verbindung geschaffen zwischen dem Läuten – einer körperlich/sinnlichen Erfahrung - und dem Futter.

Unser Gehirn kann auf ähnliche Weise konditioniert werden. Durch solche Reflexe kann es ausgetrickst werden und noch bevor wir dazu kommen, bewusst nachzudenken, reagiert schon unser Körper. Im Laufe unseres Lebens werden wir alle auf positive und negative Weise konditioniert. Lachclub-Mitglieder entwickeln nach einiger Zeit eine positive Konditionierung der Emotion Freude, gekoppelt mit der körperlichen Erfahrung der Lachübungen. Das rhythmische Klatschen, das gemeinsame rhythmische Sprechen von „Ho, Ho, Ha-Ha-Ha“ und das Wiederholen positiver Affirmationen („very good, very good, yeah“) sind einige Beispiele dafür, wie im Lachclub körperlich die Emotion Freude ausgedrückt wird. Durch die Wiederholung dieser Übungen bildet unser Gehirn neue neuronale Verbindungen, die Glückshormone produzieren. Diese Reaktionen können einfach durch Lachübungen ausgelöst werden und durch bestimmte Körperhandlungen, die den Geist dazu führen die Emotion Freude zu erfahren, egal was geschieht.

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