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Das Leben ist eine Illusion

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Das Leben ist eine Illusion

In der Schule im Physikunterricht habe ich die optische Täuschung kennengelernt, bei der wir etwas anderes sehen als tatsächlich existiert. Bei den Täuschungen sehen wir etwas in einem Bild, während jemand anderes möglicherweise etwas ganz anderes im selben Bild sieht. Es gibt viele Beispiele, wo wir bestimmte Dinge sehen und bei genauerer Betrachtung merken, dass es in Wirklichkeit nicht das war, was wir gesehen haben. In Wirklichkeit ist das, was real erscheint, nicht das, wonach es aussieht. Das ist die größte Täuschung unseres Verstandes.


Hier ein paar gewöhnliche Beispiele von optischen Täuschungen, denen wir im Leben begegnen:


Wenn du an einem heißen Sommertag in einer Wüstenregion mit viel Sand bist, kannst du die Reflexion von Licht auf dem Sand sehen, was ihn aus der Entfernung aussehen lässt wie Wasser. Wenn du aber näher kommst, bemerkst du, dass es kein Wasser ist.


Werfe eine Münze in ein Glas Wasser. Sie wird nahe der Oberfläche erscheinen, während sie in Echt auf dem Boden liegt.


Stelle einen Löffel in ein durchsichtiges Glas. Von der Seite sieht er aus wie geknicktt, in Wirklichkeit ist er es jedoch gar nicht.


Es gibt ein Sprichwort in den alten indischen Schriften: Das Leben ist wie eine Illusion- Jagat mithya ( Jagat bedeutet die Welt; mithya bedeutet unwirklich)


Das ist die Wirklichkeit des Lebens.


Wir sehen so viele Dinge. Sie sehen von Weitem anders aus, aber wenn wir näher kommen sind sie genau das Gegenteil. Der menschliche Verstand verurteilt ständig und bewertet, gibt verschiedenen Menschen, Dingen und Geschehnissen Bedeutungen. Wir verurteilen und beurteilen immer aufgrund unseres Intellekts, der mit Hilfe von unseren vergangenen Erfahrungen argumentiert, unserem Glaubenssystem und dem Wissen, das wir uns angeeignet haben.


Der Hauptgrund andere zu verurteilen, liegt darin unsere eigenen Interessen zu schützen und uns mit anderen zu vergleichen. Du hast bestimmt schon oft beobachtet, wie du wütende Menschen verurteilst und beurteilst, was dann sogar eine unbewusste Angewohnheit wird. Zum Beispiel mögen wir oft jemanden einfach nicht- ohne Grund; Wie die Menschen laufen, reden und sich benehmen. Manchmal aber, wenn wir uns eine Meinung über bestimmte Menschen bilden, entpuppen sie sich im Nachhinein als ganz anders, als wir sie vorher eingeschätzt haben.


Ich möchte gerne eine solche Geschichte mit euch teilen:


Im September 2008 bin ich von Mumbai nach New York geflogen, um dort Trainings zu machen, und wir wurden sobald wir losflogen schon mit Essen und Getränken versorgt. Ich habe die ganze Zeit eine Flugbegleitung beobachtet, Erika (Name geändert), die meine Aufmerksamkeit gewann, weil sie sehr gestresst und sauer aussah.


Als ich sie in Interaktion mit Passagieren gesehen habe, begann mein verurteilender Verstand zu arbeiten. Ich mochte nicht, wie sie redete, ihre Art und sogar ihre Frisur. Ich dachte, vielleicht geht diese Frau gerade durch harte Zeiten in ihrem Leben. Und mein Affenverstand arbeitete weiter und weiter und weiter. Ich verurteile keine Menschen, aber dieses mal konnte ich nicht aufhören.


Ich schlief ein bisschen, aber mitten in der Nacht wachte ich ein paar mal auf, um zur Toilette zu gehen, weil ich Magenprobleme hatte. Ich rief eine Flugbegleitung und direkt kam Erika zu mir, schenkte mir ein großzügiges Lächeln und sagte: „Wie kann ich Ihnen helfen? Fühlen Sie sich nicht gut?“ Ich sagte: „Ja, ich habe Magenprobleme und es wäre toll, wenn Sie mir einen Zitronentee bringen könnten.“ Mit großer Fürsorge servierte sie mir den Tee und wir begannen eine Unterhaltung. Sie sah „Lachyoga“ auf meinem T-Shirt geschrieben und wurde neugierig. Als ich ihr erklärte, was Lachyoga ist, war sie ganz gespannt und wollte mehr darüber wissen. Nach dem Tee ging es mir viel besser und ich schlief wieder ein. Ein paar Stunden später kam sie zurück, um herauszufinden, ob es mir wieder gut ging. Sie brachte mir noch ein Glas warmes Wasser und einen Orangensaft. Ich war wirklich berührt von ihrer sanften, liebenden Art sich zu Kümmern, die sie den ganzen Flug beibehielt.


Nach einer Weile fing ich an, mir Sorgen wegen der Vorhersage eines Sturms am nächsten Tag in New York, weil ich von da aus noch nach Kanada zum Lehrertraining fliegen musste. Das würde bedeuten, dass möglicherweise alle Flüge verschoben oder gecancellt werden und es bestand das Risiko, dass ich zum Training zu spät komme.


Erika fand für mich Genaueres über den Sturm heraus. Sie fragte den Piloten und nachdem dieser die News bestätigt hatte, riet sie mir direkt nach Kanada zu fliegen, nachdem ich in New York gelandet bin und nicht erst am nächsten Tag wie geplant. Sie gab mir auch die Telefonnummern von Air Canada, sodass ich die Flüge ändern konnte. Sie gab mir genaue Anweisungen wohin ich zur Zollabfertigung gehen musste. Ich war total fasziniert von ihrer Art und Weise und fing an mich schuldig zu fühlen, wegen meinem ersten Eindruck und meiner Meinung von ihr. Ich handelte nach ihrem Rat und nahm den Flug nach Toronto. Ich dachte noch an sie und war im Stillen dankbar dafür, wie sie sich um mich gekümmert hat, obwohl ich sie so verurteilt hatte.


Das Leben ist wirklich so anders als es aussieht. Ich erinnerte mich an ein Seminar, bei dem ich für ein Orientierungsforum mitgemacht habe, wo unser Moderator sagte:  „Das Leben an sich hat überhaupt keine Bedeutung. Wir geben dem Leben eine Bedeutung, und abhängig von der Bedeutung, die wir ihm geben, reagiert unser Verstand und fühlt sich unser Körper.“


Das war nicht das erste Mal, dass ich Leute verurteilt habe; Ich habe es mein Leben lang getan. Früher jedoch habe ich lange darauf reagiert, ohne Grund. Nun ist mir dieses Phänomen bewusster und es wird von mal zu mal besser. Mutter Theresa hat einmal etwas sehr Schönes über das Verurteilen gesagt- wenn wir Leute verurteilen, ist es unmöglich sie zu lieben.


Danke Erika! Du hast mich ein wenig mehr erleuchtet und zu einem weiseren Menschen gemacht.


Liebe und Lachen,


Dr. Kataria

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